Wer wir sind

Im Verein der ehrenamtlichen Richterschaft der Arbeitsgerichte im Ruhrgebiet e.V. (ehemals: Verein der ehrenamtlichen Richter des Arbeitsgerichts Bochum e.V.) haben sich seit der Gründung 1990 Unternehmer, Anwälte, Verwaltungsexperten und Bürger gefunden, die sich für eine effektivere Arbeitsgerichtsverwaltung engagieren wollen. Der Verein ist einzigartig in Deutschland und wurde mit der Aufgabe gegründet, "neue" ehrenamtliche Richter in den neuen Bundesländern zu schulen.

Heute verstehen wir uns als Netzwerker aller an Arbeitsgerichtsverfahren beteiligten Personen und Institutionen. Insbesondere steht bei uns die Förderung der ehrenamtlichen Richterschaft am Arbeitsgericht Bochum im Vordergrund.

Was wir machen

Das wesentliche, verfassungsrechtlich gebotene und satzungskonforme Ziel des Vereins ist die ordnungsgemäße Besetzung des Arbeitsgerichts, sowohl in personeller als auch in sachlicher Hinsicht.

Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf folgenden Punkten:

  • Vernetzung der ehrenamtlichen Richterschaft,
  • Austausch mit allen Prozessbeteiligten und wichtigen Vertretern aus Politik, Verwaltungen und Interessensverbänden,  
  • Schulungsveranstaltung zu inhaltlichen Themen und aktueller Rechtsprechung,
  • Interessenvertretung für die Belange der ehrenamtlichen Richterschaft gegenüber dem Arbeitsgericht Bochum und
  • politische Interessensvertretung des Arbeitsgerichts Bochum gegenüber dem Ministerium (aktuelle Situation).

Hierzu dient insbesondere der jährliche Neujahrempfang zu dem wir neben den Vereinsmitgliedern, der haupt- und ehrenamtlichen Richterschaft auch Vertreter*innen aus der Politik, Verwaltung und Justiz sowie den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften einladen.

Aktuelles

Aktuell treibt uns die Strukturreform der Arbeitsgerichtsbarkeit in Nordrhein-Westfalen um. Hier haben wir uns sowohl an der Standortdiskussion, als auch an der Berücksichtigung der Belange der ehrenamtlichen Richterschaft aktiv beteiligt und auch mit Stellungnahmen eingebracht.

Gespräch im Justizministerium am 16.09.2026

Wir hatten vor einigen Wochen Kontakt zur Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen/ Bund ehrenamtlicher Richterinnen und Richter NRW aufgenommen. Der Vorstand hatte uns dankenswerterweise angeboten am jährlichen Gespräch mit der Staatssekretärin im Justizministerium NRW Frau Dr. Brückner teilzunehmen.

Dieses Angebot wurde von uns gerne angenommen und so haben wir gemeinsam am 16.09.2026 ein interessantes Gespräch mit Frau Dr. Brückner und ihrem Bürovorsteher Herrn Laumann geführt.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und haben mit Frau Dr. Brückner über die Strukturreform der Arbeitsgerichte in NRW gesprochen. Neben der besonderen Situation beim Arbeitsgericht Bochum, haben wir auch auf die räumlichen Zuschnitte und die zusätzlichen Belastungen der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter in den ländlichen Regionen hingewiesen. Wir haben aber auch praktische Anfragen zu Zugangsausweisen und Parkmöglichkeiten angesprochen. Hier verwies Frau Dr. Brückner auf die Zuständigkeit der örtlichen Präsidenten. Aktuell gibt es ein Pilotprojekt in Köln, dass den ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern die Möglichkeit einräumen soll, die digitalen Akten über einen Link einzusehen. Dies hörte sich sehr spannend an und könnte in nächster Zeit auch auf andere Gerichte ausgewietet werden.

Im weiteren Verlauf ging es dann schwerpunktmäßig um Fragen rund um die anstehenden Wahlen der Schöffinnen und Schöffen.

Für den Vdea hat Ralf Schwarz an dem Termin teilgenommen.

 

v.l.n.r.: Ralf Schwarz, Dagmar Becker-Schmidt, Didem Adib, Dr. Daniela Brückner und Andreas Gebauer | Foto: Privat